Ich liebe es wenn es zu irgendwas Beta Zugänge gibt. Der “Erste” sein, etwas ausprobieren bevor es für die breite Öffentlichkeit zugänglich ist, ganz egal ob es sich um Spiele oder etwas anderes handelt.

Besonders habe ich mich natürlich auf diese Beta gefreut, denn Destiny kommt aus dem Hause Bungie und denen verdanke ich bereits hunderte Stunden Spielspaß in Halo. Halo steht für mich für den ultimativen Shooter für Konsolen und eine der besten Storylines in einem Spiel. Daher meine Skepsis ob Destiny da mithalten kann.

Erstmal laden

Ich bekam meinen Beta Key per Email und tippte ihn sofort mühselig  in die Xbox. Ihr kennt das, Tippen mit dem Kontroller ist nur anstrengend. Hatte ich diese Hürde erstmal überwunden startete der Download. Da ich aber heute sicher nicht der einzige war der dieses Game gerne spielen wollte dauerte der Download ewig und mit ewig meine ich wirklich richtig lange. Aber auch diese Zeit ging vorbei und ich konnte loslegen.

Wie siehst du denn aus?

Destiny ist ein RPG, ein MMORPG um genau zu sein und wie man das von RPGs so kennt beginnt alles damit sich eine Charakterklasse auszusuchen. Hier stehen der Titan, der Hunter und der Warlock zur Auswahl. Welche für euch am Besten passt erfahrt ihr hier. Ich entschied mich für den Warlock weil ich Charaktere mit Kinetik-Fähigkeiten eben am liebsten spiele.

Darauf folgt, wie erwartet, die Anpassung des Aussehens. Diese ist aber viel weniger umfangreich wie bei manch anderen RPGs. Rasse, Gesichtstyp, Hautfarbe, Geschlecht, ein wenig Deko, dann noch schnell frisiert und schon ist man fertig. Das dauerte nicht mal 5 Minuten und hat, zumindest in der Beta, keinen Einfluss auf das weitere Spiel.  In anderen RPGs habe ich damit Stunden verbracht und mich durch Guides gegraben um heraus zu finden wie man am Besten das Sternzeichen X mit der Klasse Y kombiniert.

Tutorial

Die erste Mission ist, wie zu erwarten war, eine Art Tutorial. Ihr lernt eure Fähigkeiten und die Spielmechanik kennen und tragt eure ersten Kämpfe mit den “Gefallenen” aus. Am Ende findet ihr ein Schiff welches euch zum Turm bringt.

Der Traveler und der Turm

Ich will ja nicht zu viel über die Story quatschen, aber soviel sei gesagt, es gibt nur noch eine menschliche Stadt auf der Erde und das nur weil der Traveler, die große Kugel die ihr aus Trailern und von Screenshots des Spiels kennt,  über ihr schwebt. Der Turm steht in dieser Stadt und er ist so zu sagen euer zu Hause und auch das aller anderer Spieler. Dort wimmelt es von anderen die gerade das Spiel spielen und hier findet ihr auch alle Händler und viele andere NPCs.

Von hier aus startet ihr entweder alleine, oder in Teams mit maximal drei Spielern, eure Missionen um nicht zu sagen Quests.

RPG Shooter

Destiny fühlt sich für mich wie ein Hybride aus RPG und Shooter an. Einerseits läuft alles in Quests ab, ihr könnt eure eigenen Fähigkeiten und Waffen verbessern, erhaltet Belohnungen und arbeitet euch so durch die Story, andererseits sobald ihr auf einer Mission seid, ist Destiny ein Shooter der sich genau so gut spielt wie man es von Bungie erwartet und der ganz nebenbei auch in der Beta manchmal ganz gut die eigenen Fähigkeiten fordert. Leicht ist anders, zumindest manchmal.

Diese Mischung klingt komisch, sie ist aber, zumindest für mich, extrem gut gelungen. Es ist sicher kein so umfangreiches RPG wie Skyrim oder Ähnliches, aber die Mischung macht es für mich sehr spannend. Die wichtigsten Elemente eines RPGs in einem genialen Shooter in einer riesigen open World, die sich über mehrere Planeten erstreckt.

Story, Strike, Explore, Control

Das sind die vier Bereiche in die sich das Spiel aufteilt. Die Story kann mit bis zu drei Spielern gemeinsam gespielt werden und sie führt einen eben durch die Geschichte (was auch sonst). Strikes müssen mit mehreren Spielern bestritten werden und sind an sich längere Mission mit Endboss und allem was dazu gehört. Hier hat man richtig schöne Coop Shooter Action.

In Explore Gebieten tummeln sich viele Spieler und ihr erledigt kleine Aufträge, die aber wenig spannend sind. Entweder ihr sammelt was ein oder erkundet eine Höhle oder ein Gebäude. An sich heißt das aber immer alle Gegner zu entfernen bis die Aufgabe erfüllt ist.

Control, oder auch Schmelztiegel genannt, ist so zu sagen der PvP Mode von Destiny. Control ist hierbei der Spielmodus in dem es darum geht, dass zwei Teams zu je sechs Spielern versuchen die Kontrolle über mehrere Punkte im Gebiet zu übernehmen und zu verteidigen. Dafür gibt es dann Punkte und nach Ablauf der Zeit gewinnt das Team dem dies am Besten gelungen ist, also mehr Punkte hat. Anders als alle anderen Missionen von Destiny findet dies in kleineren Multiplayer Maps statt und wird, wie man es von Shootern kennt, in Runden gespielt.

Weiters gibt es noch etwas, dass sich Public Event nennt. Diese treten plötzlich in den öffentlichen Gebieten auf und erlauben es vielen Spielern gemeinsam eine Aufgabe zu erledigen, was wiederum immer darin besteht viele Gegner in kurzer Zeit zu erledigen. Hier kommt hoffentlich noch mehr Spieltiefe. Das richtig Gute an dem viele Rumgeballere ist, dass man immer neue tolle Ausrüstungsgegenstände und Waffen findet. Außerdem steigt man im Level, erhält neue Fähigkeiten und entwickelt seine Waffen weiter.

Mobile

Wie es sich für ein zeitgemäßes Spiel gehört, gibt es natürlich auch eine App. Diese heißt Destiny und ist für Android und iOS im jeweiligen store gratis verfügbar. Mit dieser App könnt ihr alle eure Missionen, Ausrüstungen und Skills einsehen und natürlich auch mit euren Freunden kommunizieren.

Download @
Google Play
Entwickler: Bungie, Inc.
Preis: Kostenlos
Destiny
Download @
App Store
Entwickler: Bungie, Inc.
Preis: Kostenlos

Wie sieht das denn aus?

Optisch ist Destiny einfach wundervoll. Riesige Gebiete voller Dinge die es zu entdecken gilt, Tag und Nacht wechsel und alles sieht einfach nur super aus. Nehmt euch die Zeit und seht Nachts zum Himmel und seht euch die Nordlichter an.

Ich bin ja eigentlich kein MMO Fan aber in Destiny ist das ok und es hat auch einen schönen Nebeneffekt. Denn wenn man in einem öffentlichen Gebiet durch die Gegend läuft und seinen Aufgaben nachgeht sieht man ständig in der Ferne, oder auch ganz nah, andere Spieler die ihre Kämpfe bestreiten. Das macht das Ganze sehr lebendig.

Aber am Besten seht ihr selbst. Das folgende Video habe ich heute in meinen Spielen aufgenommen und direkt auf der Xbox mit Upload Studio geschnitten. Es sind 90 Sekunden aus meinen ersten Stunden in der Destiny Beta.

Nun bin ich Level 8 und habe alle in der Beta spielbaren Missionen gespielt und auch den PvP Mode getestet. Nun freue ich mich umso mehr auf das fertige Spiel, welches am 9.9. erscheint. Bis dahin heißt es nun warten, aber um euch die Wartezeit zu verkürzen habe ich einen minimalistischen Destiny Wallpaper für euch gebastelt. Viel Spaß damit und weiterhin in der Beta!