Letztes Jahr stand ich in Köln auf der Gamescom plötzlich vor einer riesigen Statue eines Roboters Titans und hatte dort Gelegenheit mich über diesen Shooter erstmal zu informieren. Anspielen konnte ich das Game damals aber leider noch nicht.

Nun ist einiges an Zeit vergangen und ich hatte fast wieder auf diesen Titel vergessen. Bis ich eine Email bekam die mich daran erinnerte, dass es Zeit für BETA ist. So verbrachte ich nun einige Stunden auf den Servern der Beta – zwischen Parkour, Quake, Unreal und Titanen.

Wallruns, Double-Jumps, selbst-zielende Waffen und RoboterTitansteuerung für Fortgeschrittene.

Alles beginnt mit einem Tutorial zur nicht ganz einfachen Spielmechanik. Man lernt die Grundlegende Steuerung, wie man an Wänden läuft und wie man schnell mittels Double-Jumps und einigen Parkourtechniken schnell auf und über Hindernisse kommt. Anschließend lernt man noch seinen Titan kennen und wie man diesen steuert, reitet und durch die Gegend schickt. All das findet in einer recht lieblosen Laborumgebung statt, die mit dem psychedelischen Testgelände aus Portal nicht mithalten kann.

Genug geübt

Nachdem man diese Einführung endlich hinter sich hat geht es endlich ab ins erste Match. Mehrere Spielmodi erlauben Team Deatchmatches und andere, aus Shootern bekannte Spiele, wie zum Beispiel “Eroberungen”, bei dem man mehrere Punkte kontrollieren muss.

BOOM

Wie ich eigentlich zum Vergleich mit Quake und Unreal komme? Das waren die ersten Spiele die mir sofort in den Sinn kamen als ich das erste Mal mit meinem Piloten raus auf das Schlachtfeld rannte. Es ist schnell, viel schneller als Battlefield und der gleichen, eben fast wie Quake . Alles wirk futuristisch und doch brachial, von den Waffen bis zum Armor aber auch die Arenen an sich erinnern mich stark an Unreal Tournament. Das Spiel trifft einen wie ein Schlag. Dieses Gefühl wird nur noch verstärkt wenn mitten in diesem scheinbaren Chaos ein Titan einschlägt (wörtlich).

Hat man lange genug gewartet, diese Zeit wird jedes mal kürzer wenn man als Pilot schaden austeilt, kann man seinen Titan rufen und dieser fällt dann mit Wumms vom Himmel. Ein Titanfall eben.

Nun kann man sich in eben diesen setzen und dann richtig riesigen Schaden verursachen oder ihn als persönlichen Guard verwenden.

So groß die Titans auch sein mögen, sie sind keines Wegs unzerstörbar, ganz im Gegenteil. Sehr oft findet man sich im freien Fall über dem Schlachtfeld wieder, während unter einem der eigene Titan explodiert, nachdem man sich selbst mit dem Schleudersitz retten musste.

Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher ob die Titans auf Grund ihres mächtigen Äußeren nicht vielleicht etwas zu schwach unter dem Panzer sind. Nichts desto trotz bringen sie Abwechslung in das sonst so schnelle Gameplay. Im Titan ist man nämlich plötzlich sehr behäbig und langsam. Ganz das Gegenteil also zur Parkour-Akrobatik als Pilot.

Lust auf mehr

Ich werde wohl noch einige Matches in der Beta spielen und freue mich schon auf den finalen Release des Spiels. Auch zu Gute halten muss ich dem Spiel hier, dass die Server trotz des großen Andrangs sehr stabil laufen und wir wissen, dass ist nicht immer so.

Aus meiner Sicht macht Titanfall einiges richtig. Es ist wie wenn man Quake heute erfinden würde und – BOOM – Titans hin einwirft.

Es springt einen an und zwar mit vollem Tempo. Ich hoffe auf viele, vielleicht noch etwas abwechslungsreichere Karten und weiterhin stabile Server zum Start des Spiels und keine bösen Überraschungen wie sie schon so oft der Fall waren. Der einzige echt unverständliche Minuspunkt ist die 720p Auflösung auf Xbox One. Von NextGen erwarte ich hier mehr.