Heute las ich einen Artikel bei derStandard.at zu Googles neuer Strategie. Dieser hat mich dazu inspiriert etwas zu schreiben das ohnehin schon zu lange in meinem Kopf herum geistert und zwar diesen Beitrag.

Google schlägt neue Wege ein und will über das Web hinauswachsen und das überrascht mich keines Wegs. Denn seit geraumer Zeit sprechen und erwarten viele und auch ich genau diesen Trend. “Mobile” konnte nur der erste Schritt sein und ist eigentlich schon ein alter Hut bzw. bereits eine Normalität. Etwas, dass bereits jeder macht und machen muss um nicht ganz von gestern zu sein.

Um sich innovativ nennen zu dürfen muss man auch etwas innovatives tun.

Der nächste Schritt ist Ubiquitous Computing. Ich glaube es ist über ein Jahr her als ich zum ersten mal mit einem Bekannten diese Thematik besprochen habe und seit dem immer wieder von vielen Seiten neue Informationen zu diesen Entwicklungen bekam. Kein Wunder also, dass sich Google in diese Richtung verändert. Außerdem bin ich der Meinung, dass Google damit sicher nicht alleine ist und auch andere innovative Konzerne, die in Zukunft auch noch mit ihren Innovationen Geld verdienen wollen, sich bereits in diese Richtung entwickeln.

Das ist keine Zukunftsmusik. Das ist alles bereits da und wir können es sogar schon kaufen.

Google beschäftigt sich sicher schon lange mit diesem Thema nur präsentieren sie es erst jetzt der Öffentlichkeit. Nun ist es aber so, dass wir Produkte und Lösungen die bereits in diese Kategorie fallen sogar wirklich schon kaufen können.

Firmen wie SmartThings verkaufen bereits so genannte intelligente Dinge und bieten auch ein Plattform an um eigene Geräte in so ein intelligentes Netzwerk zu bringen und auch Phillips bietet mit Hue bereits intelligente Lampen an.

All diese Dinge sprechen mit einander und machen so Stück für Stück ein System besser. Aber das sind nur Ausschnitte aus dem was möglich ist. Stellt euch mal ein Logistikunternehmen vor, deren Lagerhallen von Robotern bevölkert sind, die Kisten Transportieren die selbst über ihren Inhalt bescheid wissen und auch über ihr Ziel, die alle mit Sensoren an LKWs sprechen und sich so effizient und selbst zur richtigen Verladeplattform bringen wo ein LKW Fahrer mit Tablet sofort sieht welche Kisten er nun am LKW hat, wie seine effizienteste Route aussieht und diese wird während der Fahrt noch korrigiert weil seinem Device Lieferänderungen und Verkehrsprobleme mitgeteilt werden und all das ist natürlich sofort in den Lagersystemen für Logistiker sichtbar  damit diese einen genauen Überblick über alles zu haben.

Sogar der Empfänger sieht jederzeit auf seinem Smartphone wann seine Lieferung eintrifft oder warum sie verzögert ist. All dies wird möglich durch Systeme mit offenen Schnittstellen, die sich automatisch um Funktionalität erweitern sobald ein neuer Sensor oder neues Gerät das Netz betritt.

Sicher steckt viel der Technik noch in den Kinderschuhen, aber manche Firmen machen damit bereits wirklich Geld und wenn man in zwei oder drei Jahren, wenn das Thema so etabliert ist wie Mobile heute, vorne dabei sein will und nicht nur dem was andere schon lange können hinter laufen will, ist jetzt der richtige Zeitpunkt um damit zu beginnen. Wer heute Mobile macht muss in Zukunft Ubiquitous Computing machen. Denn die Themen sind so eng mit einander verwoben und haben so viele Ähnlichkeiten, dass ich sogar so weit gehen würde zu sagen, dass Ubiquitous Computing, oder wie auch immer wir das Thema in Zukunft nennen werden, eine natürliche Evolution von Mobile ist.

Natürlich spielen in solchen Szenarien auch bekannte Technologien wie NFC, ZigBee und viele weitere eine große Rolle.

Ich als Android Entwickler sehe diese Entwicklung übrigens besonders positiv, weil Android durch seine Flexibilität gut in andere omnipräsente Geräte passt und ich somit hoffe viel KnowHow dahin mitnehmen zu können. Sei es nun Google Glass, eine Smartwatch oder Heizung die sich am aktuellen Wetterbericht und hauseigenen Sensoren orientiert um am effizientesten zu heizen, das ist dann egal, denn das Thema bleibt das gleiche.