Gestern Abend verbrachte ich unter freiem Himmel in einer Buschenschank im Kärntner Nirgendwo. Deshalb habe ich diese fünf vielsagenden Minuten nicht live miterlebt.

Die Minuten in denen Google still stand und der Puls des Internets einen heftigen Dämpfer bekam.

Google Outage -Quelle: http://www.theregister.co.uk/2013/08/17/google_outage/Wie auf dieser Grafik von theRegister zu sehen ging der weltweite Internettraffic schlagartig um 40% zurück als bei Google die Lichter ausgingen.

40% – Diese Zahl sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen. Das bedeutet, dass fast die Hälfte des Internettraffics auf die eine oder andere Weise über einen Google Dienst generiert wird.

Der größte Anteil fällt hier sicher auf Grund der Suche an, denn wie viele Leute kennt ihr schon die regelmäßig eine andere Suchmaschine verwenden? Ich verwende die Suche übrigens auch als Taschenrechner, Rechtschreibprüfung (Schande über mich) oder auch als “Portal” zu anderen Diensten. Ich tippe zum Beispiel eine Adresse ein damit mir die Google One Box sofort eine Map einzeigt ohne, dass ich vorher die Url von Google Maps eintippen muss.

Nicht zu vergessen ist aber auch Youtube, denn die vielen HD Videos produzieren sicher auch ganz schon Traffic und auch Google Drive, das nicht nur von Privatanwendern sondern auch von Universitäten und Firmen als online Office genutzt wird, ist sicher für viel Datentransfer verantwortlich.

Wie abhängig sind wir also?

Ich für meinen Teil bin sehr abhängig. Da kann ich echt niemandem etwas vormachen. Alle meine Mails landen in einer Gmail-Box, ich kommuniziere zu einem sehr großen Teil mittels Hangouts, plane meine Termine mittels Google Calendar, Nutze Google Drive als meine einzige Office Lösung, habe viele Youtube Abos, die ich mir lieber ansehe als klassisches TV und die Omnibox des Chromebrowsers nutze ich sowieso für praktisch jede Art der Informationsbeschaffung. Ich tippe mittlerweile wirklich selten komplette Urls ein.

Wie es aussieht bin ich damit keineswegs alleine. Denn die Zahlen dieses sehr kurzen Ausfalls sprechen eine klare Sprache.

Ohne Google fehlt dem Internet fast die Hälfte.

Ja das ist überspitzt dargestellt, aber es verdeutlicht was passieren würde wenn Google wirklich mal für längere Zeit ausfallen würde. Es hätte unglaubliche Konsequenzen und ich rede hier nicht nur von der Abwesenheit von den Diensten an sich. Hier geht es für viele Unternehmen, die von diesem Traffic leben, auch um Geld.

Ich sehe zwar für mich aktuell keine gleichwertige Alternative, aber etwas nachdenklich macht mich diese Abhängigkeit schon.

Quelle: http://www.theregister.co.uk